LU 27174 - HAMES Albert  [1]


Patent-Anmeldung vom:     17. Juli 1941

Urkunde vom:                     20. April 1942


Kastenfalle


Gegenstand der Erfindung ist die Konstruktion einer Kastenfalle mit freiem Durchgang, die aüsserst empfindlich ist und praktisch nie versagen kann, weil der Mechanismus jeder Witterung widersteht.

Die Falle besteht aus einem länglichen Kasten (aus Holz oder ähnl.) an dessen beiden Enden die Fallentüren (Klapptüren oder Guillotinetüren) angebracht sind. Im Innern der Falle, in der Mitte des Bodens, ist das Kippbrettchen eingelassen. Dieses Kippbrettchen ist in der Mitte auf einer Welle befestigt, die an einer Seite aus der Kastenwand heraustritt. An diesem Ende ist rechtwinklig der Auslöser befestigt.

Dieser Auslöser, ein Eisenstab, ist am oberen Ende schaufelförmig ausgebildet, mit dem Buckel nach aussen. Eine gewöhnliche Mausfalle, bestehend aus Feder mit Bügel, Spannriege1 und Köderbrettchen, ist in der Mitte, aussen auf dem Kastenwand, oberhalb des parallel zu dieser Wand stehenden Auslösers angeschraubt, derart dass das Köderbrettchen nach unten liegt. (Fig. l) An der Unterkante des Köderbrettchens ist eine Blechzunge befestigt (Fig. 2) welche wagerecht in den Raumbogen der Auslöseschaufel hineinragt.

Sobald ein Tier (Raubzeug, Katze, Hund usw. ) durch den Kasten hindurch will, betritt es das Kippbrettchen. Der leiseste Druck genügt um die Schwenkung des Brettes um seine Achse einzuleiten. Der an der Achse befestigte Auslöser schwenkt mit, druckt die Zunge und damit das Auslösebrettchen der Mausfalle nieder, die Mausfalle schnappt ein un im selben Augenblick schliessen sich die Klappen des Kastens, durch das Arbeiten der nachstehend beschriebenen Organe:

Von der Mausfalle aus verläuft, zu beiden Seiten an der Kastenwand drehbar angeordnet, nach den Oberkanten der Kastenfallen-Köpfen, je ein Eisenstab (a), dessen beiden Enden rechtwinklig umgebogen sind. Der schlüsselbartförmige Haken (s) liegt, bei gespannter Mausfalle, auf dem entsprechenden Schenkel des Federbügels dieser Falle auf; der Haken am anderen Ende steht dann wagerecht.

Die beiden Haken liegen in Ebenen die sich in Stabachse in stumpfem Winkel schneiden, sodass der bartförmige Haken schräg nach oben zu der Kastenwand steht. 

Auf den aussenliegenden, (lotrecht zur Kastenwand) Haken dieser Stäbe ruht, bei offener Kastenfalle, jeweils der rechtwinklige Haken eines anderen, auf der Kastenfalle-Oberseite drehbar gelagerten Stabes (b) auf, dessen Achse lotrecht zur Kastenwand steht. In der Mitte dieses Stabes sind ein oder mehrere Stifte (e) eingelassen, die parallel zu den rechtwinkeligen Haken dieses Stabes stehen. Diese Stifte (e) halten, je nach Ausführung, die Guillotine-Klappen oder die drehbaren Fallklappen, in geöffneter Stellung. (Fig. 4)

Die Falle wird nün fängisch gestellt, wenn - Fig.4 rechte Seite - die Guillotine-Klappe auf den Stift (E) gestutzt wird oder wenn die Blechöse der drehbaren Klappe in diesen Stift eingehängt wird. (Fig. 4 linke Seite). Beim Zuklappen der Hausfalle drückt der Federbügel die bartförmigen Haken beider längs der Kastenwand gelagerten Stäbe herunter, die Haken am andern Stabende schwenken gleichzeitig nach unten und dadurch ausgelöst, schwenken die Haken und Stifte der oberen Eisenstäbe ebenfalls nach unten. Die nunmehr ungehemmten Fallentüren fallen dann durch ihr Eigengewicht nieder.

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[1] 27 Emil Mayrischstrasse, Esch/Alzette