LU 27211  ERNST-PEFFER Kamill [1]


Patent-Anmeldung vom:     8. Januar 1942

Urkunde vom:                     23. Oktober 1942


Handbremse für Fahrräder


Zweck vorliegender Erfindung ist, die Handhabung der Handbremse fur Fahrräder handlicher zu gestalten, und das umständliche Querliegen einer Hand auf der Lenkstange und dem Bremsgriff in Zukunft zu vermeiden.

Dies lässt sich erfindungsgemäss dadurch erreichen, dass der Handgriff der Lenkstange als Bremsengriff ausgebaut wird und eine einfache rotierende Bewegung des Griffes die Bremswirkung erzielt.

Es bestehen verschiedene Mittel, um durch die Drehbewegung des Handgriffes einen Zug auf den Bremskabel auszuüben. Der Kabel könnte beispielsweise durch eine unbewegliche Öse innerhalb der Lenkstange geführt sein und dessen Ende an einer zweiten Öse des Handgriffes befestigt werden. Im Ruhestand liegen die zwei Ösen gegeneinander. Durch die Drehbewegung kann ein Zug von etwa 2 cm stattfinden.

Zur Veranschaulichung der Ausführungsmöglichkeiten des Erfindungsgegenstandes diene die in anliegender Zeichnung dargestellte Ausführungsform, die jedoch in keinerweise die Tragweite der Erfindung beschränkt.

In der Abbildung stellt 1 die Lenkstange des Fahrrades dar; 2 ist der an dessen Ende aufmontierte Hand- und Bremsgriff. Eine Spindel ist mit dem Griff fest verbunden und dreht sich mit ihm. Die Mutter 4 welche durch eine oder zwei Führungen 5 (z.B. Schlitze) sich nur in waagerechter Richtung verstellen kann, wird von der Spindel 3 getragen. Durch eine rotierende Bewegung des Handgriffes, und somit der Spindel wird die Mutter verschoben und da sie durch das Verbindungsstück 6 an den Bremskabel 7 verbunden ist, so übt sie beim Linksschwenken einen Zug aus. Ein Verstellen in entgegengesetzter Seite ergibt eine Bremsentspannung. Der Mechanismus ist äusserst einfach und kräftig gebaut und es sind keine Bremsstörungen zu befürchten.

Ein Anstosser 8 des Handgriffes schlägt gegen einen Vorsprung 9 (Schraube) der Lenkstange in Endstellung an. Auf diese Weise kann der Griff von der Stange nicht mehr entfernt werden.

Wie schon erwähnt können andere mechanische Mittel ebenfalls diesem Zwecke dienen.

Es ergeben sich aus dieser Erfindung verschiedene Vorteile, insbesondere vermeidet und spart man die bisherige Bremshebelvorrichtung. Die Hand braucht den Handgriff der Lenkstange nicht mehr los-zulassen, wodurch die Sicherheit beim Fahren erhöht wird. Bei langer Berg-Thalfahrt kann die Bremse genau eingestellt werden und vermeidet man eine Ermüdung der Hand. Auch ist das Bremsen gleichmässiger. Desgleichen ist die Übertragung des Zuges auf den Kabel in waagerechter Stellung vorteilhafter weil hierdurch das Reissen des Kabels nicht mehr zu befürchten ist. Zuletzt ist durch die Feststellvorrichtung des Handgriffes dessen Abgleiten von der Lenkstange und die hiermit verbundene Sturzgefahr ausgeschlossen.


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[1] Petingen