LU 27281 - HUBERT Julius (Leo) [1]


Patent-Anmeldung vom:     10. Juni 1942

Urkunde vom:                     30. Januar 1943


Neugestalteter Jäter und Kratzeisen für Feld- bezw. Gartenpflege


Im wesentlichen besteht die Neuerung des mit einem Rollrad versehenen Jäters im Umstand, dass er auf der Vorderseite zu beiden Seiten des vor dem Rad gelegenen Pflugstückes, zwei nach vorne gerichtete Messer aufweist, die vorzugsweise gezahnt sind. 

Der Jäter wird vermittelst einer Stange von hinten aus nach vorwärts gestossen und geführt. Beim Vorwärtsbewegen gräbt sich das kleine Pflugstück in den Erdboden, verankert somit den Jäter an die Erde und plant den Rollweg für das Rad. Die Messer sind zu Boden schräg nach vorne gerichtet und "kratzen" das Unkraut mit Leichtigkeit aus. 

Wie erwähnt ist das Messer vorzugsweise gezahnt, und soll auch die Zahnenreihe, vom Pflugstück zur Aussenseite hin, abgestuft schräg nach hinten gerichtet sein sodass die Zähne den Boden und das Unkraut nacheinander angreifen, brechen und heben, um die Kraftanstrengung beim Handhaben des Gerätes auf ein Mindestmass zu beschränken. 

Die Messer können eventl. auswechselbar sein. Die Tiefe des "abkratzens" wird durch Heben oder Lagerung des Gerätes an der Radaxe, und durch die regelbare Winkelstellung der Führungsstange gegeben. Der Druck und das Gewicht beim Vorwärtsbewegen wird durch die Lenkstange unmittelbar auf das Rad ausgeübt, und somit ist eine bessere Kraftausnützung und Leistung gewährleistet, da die Kraftübertragung auf den Pflug und die Messer kaum eine bremsende Wirkung hat. 

Es ist noch zu bemerken, dass erfahrungsgemäss die Messer zu beiden Seiten des Pflugstückes nicht mehr als 20 bis 25 cm Länge haben sollen, sodass die Angriffsbreite des Jäters ca. 50 cm nicht überschreitet. Es ist vorzuziehen, das Gerät enger zu gestalten als die zwischen zwei Pflanzenreihen freigelassene Erdfläche. Erstens ist die seitliche Beweglichkeit des Jäters grösser um genau den Pflanzen entlang geführt zu werden, und um gegebenenfalls den kleinen jungen Pflanzen auszuweichen, anderseits um bei Unebenheiten des Bodens diesen besser zu « hobeln ».

Zum Schutz der Pflanzen ist an den beiden Aussenkanten der Messer, seitlich, senkrechte Schutzflächen angebracht, welche verhindert sollen, dass Erdklumpen und Steine auf die jungen Pflanzen fallen.


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[1] Bockholtz/Sauer