LU 27347 - THILL Nikolaus [1]


Patent-Anmeldung vom:     21. Oktober 1942

Urkunde vom:                     5. April 1943


Zentrifugal-Turbine


Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Dampfgenerator der durch seine eigenartige Bauart auch bei kleinsten Ausmassen trotzdem allen Sicherheitsvorschriften Rechnung trägt.

Er besteht im wesentlichen aus einem Dampfkessel mit Verdampfer, die über der Feuerung sich vorzugsweise um eine senkrechte Achse drehen. Der Antrieb erfolgt von aussen. Durch den ebenfalls rotierenden Zugkanal (Auspuff der Abgase) wird das Ausmass der Kessel- und Heizflächengrössen bedeutend vermindert, sodass der Dampfgenerator so einfach er in seiner Form, auch einfach in Betrieb und Wartung ist. 

Die Zuleitungsstützen des Auspuffringes der Heizgase sind, von der Feuerung ausgehend, radial nach dem Umfang hin schräg gelegen, sodass durch die Wirkung der hohen Umdrehungszahl die Heizgase dauernd mit Energie zum Auspuff befördert werden, wodurch eine beachtliche Steigerung der Beheizung in der Zeiteinheit erzielt wird. In dem, um seine Achse sich durch Antrieb drehenden Dampfkessel wird eine Druck erzeugt, welcher dem durch die Rotation hervorgerufenen Zentrifugaldruck des zu verdampfenden Wassers entspricht. 

Vom zentral an der Achse liegenden Wasserbehälter (Speisung) laufen radial, paarweise geordnet, Leitungsrohre bis in den Verdampfer und zwar bis dicht an den äusseren Rand des Wasserringes. Die Enden der Rohre im Wasserbehälter sind mit einem Ventil oder Schieber versehen. Das Wasservolumen im Wasserring muss konstant gehalten werden. Dies erfolgt durch die automatische Speisevorrichtung. Sie kann durch den Unterschied der Wassersäulenlänge vom Verdampferring oder durch einen Schwimmer betätigt werden. Im Fall wie oben beschrieben, handelt es sich um eine Vorrichtung mit Wassersäulenunterschied. Es münden immer, paarweise geordnet, zwei Rohre im Wasserring. Die zweite Leitung steht dabei gegenüber der Vorderen soweit zurück, dass bei Abnahme des Wasservolumen ein Rückdruck in diese zweite Leitung erfolgt, (hervorgerufen durch den im Kessel befindlichen Druck des spezifisch bedeutend leichteren Dampfes). Bei diesem Rückdruck wird der Speiseverschluss geöffnet.

Bei der Speisevorrichtung mit Schwimmeranordnung gibt, bei Abnahme des Wasservolumens im Verdampfer, ein entsprechend eingebauter Schwimmer die Speisemündung frei, und bei genügender Füllung wird die Leitung wieder automatisch abgeschlossen

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[1] 38 Theodor Körnerstrasse, Luxemburg