Bell suspension


Kreis-Baumeister RITTER

RITTER was Königlicher Kreis-Baumeister in Trier.

On 28 May 1864 RITTER applied for a brevet d’importation under the title of 

‍    Nouvelle méthode de suspension et de balancement de cloches [1]

The experts of the Chambre de commerce Charles ARENDT, architecte de l’Etat and Maximilien LION, mécanicien-horloger were not impressed by Ritter’s invention. They wrote:

‍    Toutefois, le système de Monsieur Ritter étant un perfectionnement du système Dutot, breveté en France, il pourrait bien également, et sans que cela engage le pays de s'en servir, être breveté chez nous. 

‍    Nos administrations communales et nos fabriques d'église ont trop d’intuition et de sens pratique, ils sont trop bons économistes pour abandonner le système Goussel, dont ils commencent à apprécier les avantages, en faveur d'un nouveau système dix fois plus coûteux, trop compliqué et d'un entretien onéreux.

Despite this rather critical opinion of the experts, Ritter must have managed to convince the fabrique d’église of the Liebfrauenkirche (cathedral) in Luxembourg city to use his new concept for suspending bells in 1866.

The patent file contains the following 2 documents which provide evidence that Ritter’s novel bell suspension was indeed used in 1866 for mounting a bell in the Liebfrauenkirche


Luxemburg den 23. März 1866

Der Unterzeichnete Stadtbaumeister EYDT, bescheinigt hierdurch, auf Wunsch des königlichen Kreisbaumeisters RITTER zu Trier, dass die vom ihm patentierte Methode, einer neuen Glocken-Aufhängung und Schwingung von dem Vorstand der Liebfrauen Kirche zu Luxemburg, resp. mit Herrn EYDT als Begutachter, die Aufhängung einer neuen 1m 85 cm im Durchmesser erhaltenden Glocke in ihrem Thurm beschlossen haben, und dass bei dem Herrn RITTER darüber ausgefüllten Berechtigungs Document vom 2. Februar 1866 ausgestellt, bereits in meinen Händen beruhn (?)

J.F. EYDT




Trier den 6. April 1866

An den Staats-Minister,

Präsident der Regierung, 

Herrn Baron de Tornaco

Exzellenz in Luxemburg


Seiner Exzellenz beehre ich mich in der Anlage eine Bescheinigung des Herrn Stadtbaumeister F. EYDT zu Luxemburg über die Erfindung einer Befestigung zur Aufhängung einer neuen Glocke für die Liebfrauenkirche zu Luxemburg ganz gehorsamst zu überweisen, um hierdurch dem Art. 8 des Gesetzes vom 25. Januar 1817 über Ausstellung von Erfindungs- oder Einführungspatenten zu genügen.

Mit vollkommener Hochachtung und Ergebenheit zeichnet Eurer Exzellenz

ganz gehorsamster Diener

‍           RITTER

Königl. Preuss. Kreisbaumeister 


Although EYDT pointed out in his certificate that the decision to use RITTER’s method of bell suspension was taken by the Vorstand der Liebfrauenkirche, a press article of 1863 [2] indicates that EYDT imposed the use of the RITTER suspension method.

Auf eine Interpellation in Betreff des Glockenspiels der Liebfrauenkirche wurden von Herrn Bürgermeister folgende Aufschlüsse gegeben; der Kostenanschlag beläuft sich auf 660 Fr; die Kirchenfabrik ist bereit die Hälfte dieser Kosten zu übernehmen; da aber nach Herrn Eydt die neue Glocke anders aufgehängt werden müsse, wolle man mit der Herstellung des Glockenspiels bis dahin warten.

Ferdy REIF, in his 1992 inventory of the bells preserved in Luxembourg [3], confirms that in the year 1867 four bells were installed in the east tower of the cathedral, the largest being the «Marien-Bourdon» weighing some 4000 kg and having a diameter of 1 m 82 cm. This description corresponds to description given in J.P. EYDT’s certificate issued to RITTER in 1866 (see above). 

(Source: Glockenklänge der Heimat, Ferdy REIFF, 1998)


In 1985 a fire destroyed the east tower of the cathedral and damaged the four bells installed in the tower; they could no longer be used and were eventually installed as exhibits in courtyards close to the cathedral. The Marien-Bourdon or Muttergottes-Bourdon was  placed in 1992  in the courtyard of the Ministère d’Etat where it can still be found today (2021).

Ferdy REIFF noted [3]:

Vier der im Brande von 1985 verglühten und gesprungenen Glocken fanden - als nun mehr stumme Zeugen der 200. Jubelfeiern der Verehrung der„Trösterin der Betrübten“ anno 1866 - Aufstellung in den Höfen um die Kathedrale.

Sie stammen alle aus der Gießerei CAUSARD Père & Fils aus TELLIN/Belgien und die drei ersten wurden sogar in der Filiale dieser Firma in Diekirch gegossen, laut Chronogramm im Jahre 1865 (umständehalber aber erst 1867 installiert).



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[1] see N° 78 Ritter

[2] Luxemburger Wort, 25 April 1863, page 2

[3] Ferdy Reiff, Glockenklänge der Heimat, Volume 1, page 30